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Ein Set aus Licht und Beton

Wie eine leerstehende Lagerhalle in Hamburg-Veddel für drei Drehtage zur Bühne wurde.

Fotografie: Platzhalter 28. Mai 2026 Behind the Scenes

I. Der Ort

Manche Drehorte muss man bauen. Diesen mussten wir nur freilegen. Eine Lagerhalle aus den späten Sechzigern, halb vergessen zwischen Hafenbecken und Bahngleisen — roher Beton, hohe Fenster, ein Licht, das im Tagesverlauf durch den ganzen Raum wandert. Wir haben fast nichts hinzugefügt und vieles weggenommen.

Nordseite, am frühen Morgen
Das Tageslicht als erster Scheinwerfer

Vom Eingang aus wird das Prinzip sofort klar: so wenig Eingriff wie möglich. Wir lassen die Geschichte des Raumes sprechen und weben nur dort Technik ein, wo sie unsichtbar bleibt. Im Zentrum steht ein einziger, weich gesetzter Lichtkegel — alles andere ist Reflexion, Schatten und Geduld.

Aufbau der Hauptachse
Detail: gespanntes Tuch

II. Das Licht

Die Wände blieben, wie sie waren: Beton mit den Spuren von fünfzig Jahren. Ein einzelner Teppich aus Bühnenmolton zieht sich über den Boden und nimmt die Unebenheiten auf. Jede Lichtquelle wurde von Hand gesetzt, geprüft, wieder verschoben — bis der Raum nicht beleuchtet, sondern bewohnt wirkte.

Die volle Tiefe der Halle, eine Stunde vor Sonnenuntergang

Am Ende sind es die kleinen Unregelmäßigkeiten, die den Unterschied machen: ein Staubkorn im Gegenlicht, der zu warme Rand eines Scheinwerfers, der Schatten einer Hand, der für einen Moment über die Wand fällt. Das sind die Spuren, die einem Bild Leben geben.

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Abbau, Tag drei
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