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Heimathafen: eine Hommage an Karl Lagerfeld

Wie aus Anna Marleen Kutschs Kostümdesign-Abschlussarbeit in der Villa Jako, Karl Lagerfelds altem Hamburger Zuhause, ein komplett analoges Editorial entstand.

Bachelor-Abschlussarbeit von Anna Marleen Kutsch · mit Studio Moodio · [k]eine produktion als Service-Produktion 15. September 2025 Editorial

I. Eine Idee, die bei CHANEL begann

„Heimathafen“ ist die Bachelor-Abschlussarbeit von Anna Marleen Kutsch, mit der sie ihr Kostümdesign-Studium abgeschlossen hat. Umgesetzt hat sie das Editorial gemeinsam mit dem Studio Moodio aus München, [k]eine produktion war als Service-Produktion dabei. Die ersten Skizzen entstanden im Herbst 2024. Anna, Designerin aus Hamburg, arbeitete zu der Zeit bei CHANEL. Zwei Dinge an Karl Lagerfeld ließen sie dort nicht los: wie er aus Mode Geschichten machte und wie sehr er an Hamburg hing. Daraus entstand die Idee zu einer Hommage-Kollektion.

Vorbild war Lagerfelds Métiers-d’Art-Show 2017/18. Anna entwarf eine Übergangskollektion, die seine CHANEL-Codes nach Hamburg holt: Offiziersjacken und Goldknöpfe, Matrosenkrägen, Seemannsknoten. Die Stoffe sind Strick, Bouclé und Wolle, die Farben Marineblau, Grau und Bordeaux. Als der Münchner Fotograf und Creative Director Niklas Reinfelder dazukam, wuchs aus der Kollektion die Idee für ein eigenes Editorial.

Model mit Elbsegler-Mütze, Tweed und Schleier aus der Heimathafen-Kollektion
Elbsegler, Tweed und Schleier
Strickkleid mit Fransen und langen Perlenketten
Strick, Fransen und lange Perlenketten

II. Villa Jako

Der Ort stand früh fest: die Villa Jako, Lagerfelds altes Haus an der Elbe. Näher an seinem Hamburg kommt man kaum. Der heutige Eigentümer ließ sich vom Projekt überzeugen, und so konnte das Team in den Salons, an den hohen Fenstern und im Garten fotografieren und filmen.

Model in der Türöffnung der Villa Jako mit Blick auf die Elbe
In einer Türöffnung der Villa Jako, der Blick geht auf die Elbe

III. Vollständig analog

Um DoP und Produzent Felix Finken und Service-Producer Jakob Hermann sammelte sich ein junges Team aus München und Hamburg. Gedreht wurde Mitte Mai 2025, an einem für Hamburg ungewöhnlich sonnigen Tag. Gearbeitet wurde komplett analog. Das zwang alle, langsamer und genauer vorzugehen.

Die Groß- und Mittelformatfilme wurden von Hand entwickelt und gescannt, das 16-mm-Material entwickelte Studio L’Equipe. Danach kamen Auswahl und Bearbeitung, für den Film entstand eine eigene Komposition. Fast ein Jahr nach Annas erster Idee war alles fertig: 28 Bilder und ein Film von zwei Minuten.

Wehende Vorhänge im Salon der Villa Jako
Wehende Vorhänge im Salon
Porträt einer Frau unter einem Schleier
Ein Porträt unter dem Schleier

IV. Heimat und Fernweh

Das Editorial kreist um den Hafen, ein Tor zur Welt, das für Heimat und Fernweh zugleich steht. Zwei Frauen zeigen dieses Dazwischen. Die eine blickt nach vorn, voller Sehnsucht und Mut. Die andere bleibt ruhig und fest wie ein Leuchtturm. Dazu der Anker, zwischen Bleiben und Aufbrechen. Beides zusammen, das ist Hamburg.

Model im Park der Villa Jako
Im Park der Villa

Den ganzen Film und die komplette Strecke zeigen wir in unserer Arbeit Heimathafen. Bleibt eine Hommage an Lagerfeld und an seine Stadt, und der Gedanke, dass Mode über Generationen hinweg eine Art des Erzählens sein kann.

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